Moment mal ...
Auferstehung und Neue Schöpfung

Zwei Tage ruhte Jesus im Grab. Am dritten Tag erstand er von den Toten. Aus dem Grau des Todes und des Grabes bricht die Fülle des Lichtes hervor – nicht einfach nur „weiß“, sondern zerlegt in seine Vielzahl an Farben der Schöpfung Gottes.
Und das nicht von ungefähr, denn der Ostermorgen und der Schöpfungsmorgen stehen in enger Beziehung: Am Schöpfungsmorgen hat Gott die Welt gleichsam wie in einem Keim, wie in einer lebendigen Zelle erschaffen, aus der sich dann das Universum in seiner Fülle in den Jahrmillionen der Erdgeschichte entwickelt und entfaltet hat, wie eine große Eiche aus einer Eichel.
So ist die Auferstehung der Anfang einer neuen Schöpfung. Auch sie beginnt in einem Keim, in einem Anfang: Es ist Jesus Christus selbst, der Auferstandene, der nicht nur das Leben hat, sondern in seiner Person das Leben ist: Unerschöpflich, unermesslich, unbesiegbar.
Und wie das Licht, so entfaltet sich dieses neue österliche Leben, das im auferstandenen Christus wie in einem Keim in unerschöpflicher Fülle enthalten ist, über die Räume und Zeiten hin bis schließlich alles von ihm durchdrungen ist und der neue Himmel und die neue Erde vollendet sein werden.
Eine gesegnete Karwoche und ein gesegnetes Osterfest
wünscht Ihnen allen,
Ihr Michael Bracht, P.
Gemälde: Kristina Dittert, Auferstehung, 2005
